Bildung! Was für ein großes Thema. Wo soll ich da anfangen?
Unser derzeitiges Bildungssystem ist in meiner Meinung das größte Hindernis, welches die Menschheit davon abhält ihr volles Potential zu entfalten. Das westliche (Massen-) Bildungssystem ist noch im Industriezeitalter verhaftet und tut sich schwer damit, im 21. Jahrhundert mitzuhalten.
An allen Ecken und Enden brennt es, aber Fortschritte gestalten sich zäh und langsam. Hängt das vielleicht damit zusammen, dass Bildung (und vermehrt wieder auch die Erziehung) in Deutschland und anderen Ländern fast ausschließlich dem Staat zufällt? Und wo hat der Staat je deutlich mehr als Durchschnitt geleistet?
Die Lehrer sind ausgebrannt, die Schüler haben keine Lust. Sollte Lernen nicht Spaß machen und lernt man nicht dann am besten? In den Schulen wird weiterhin hauptsächlich Wissen vermittelt, welches allerdings schneller veraltet als je zuvor. Ist es nicht so, dass unser System angepasste, passive und nicht widersprechende Schüler eher belohnt als selbstständige, unabhängige Köpfe, die ihren eigenen Weg gehen?
Nicht nur die Wirtschaft würde von kreativen Mitmenschen profitieren, die gelernt haben zu lernen anstatt nur das zu paucken, was die Kultusminister gerade für richtig hielten. Viele junge Menschen wissen nach ihrem Schulabschluss nicht, wie es weitergehen soll. Sie fangen eins der populären Studienfächer an, nur um es nach einiger Zeit wieder abzubrechen. Sie müssen erst lernen, aus Eigeninitiative Entscheidungen für sich zu treffen und sind sich über ihre Fähigkeiten und Talente nicht im klaren. Wenn aber nicht das, was wäre denn dann eigentlich die Hauptaufgabe der Schule gewesen?
Die meisten Berufe, die unsere Schüler und Studenten einmal ausführen werden, gibt es heute noch nicht. Mit welchem Wissen könnte uns die Schule darauf vorbereiten?
Wie sieht sie also aus, die Schule des 21. Jahrhunderts?
Oh, aber es gibt auch positives zu berichten. Es gibt sie, die Lehrer, die ihren Unterricht trotz des veralteten Systems kreativ und auf die Lernbedürfnisse der Schüler hin ausrichten und durch ihren persönlichen Einsatz und ihr Einfühlungsvermögen einen Unterschied machen. Ich hatte zum Glück gleich mehrere davon.
Donnerstag, 30. Juli 2009
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